Christine Langhammer und ihre Wurzelküche – Eine Schnittstelle regionaler völkischer Siedlungsprojekte und der Anastasia-Bewegung.

Im folgenden Text möchten wir auf Christine Juliane Langhammer und ihr Restaurant Wurzelküche in der Dresdner Neustadt eingehen. Christine Langhammer und ihr Lokal sind wichtige Schnittstellen der regionalen extrem rechten völkischen Siedlungs- und Anastasia-Bewegung.

Hinter dem Begriff “Anastasia” verbirgt sich eine spezielle Form völkischer Siedlungsbewegungen, die dem Spektrum der sogenannten Neuen Rechten zuzuordnen ist. Ihr Bezugsrahmen ist eine rassistische und antisemitische Blut-und-Boden-Ideologie, gepaart mit esoterischen Elementen sowie einem  antiemanzipatorischen und antifeministischen Denken. Für die regionale Anastasia-Bewegung ist das Lokal Wurzelküche in der Alaunstraße 11 ein wichtiger Anlaufpunkt. Es dient als Ort zur Planung und Umsetzung eines völkischen Siedlungsrings und ähnlicher Garten- beziehungsweise Siedlungsprojekte in und um Dresden. Weiterhin dient es als Raum für Veranstaltungen wie Lesungen aus den Anastasia-Büchern. Eine Einordnung der extrem rechten Anastasia-Ideologie findet sich im weiteren Verlauf des Textes.

Screenshot aus dem Telegram-Channel Wurzelküche – Tagesgerichte & Infos. Die geplante Lesung aus einem Band der Anastasia-Reihe wurde nach Bekanntwerden kurzfristig abgesagt.

Einleitung

Seit Jahren kann eine Zunahme völkischer Siedlungsprojekte in nahezu allen Bundesländern beobachtet werden – so auch in Sachsen. Die als ökologisch bewusst lebende und alternative Aussteiger:innen daherkommenden Siedler:innen sind gut vernetzt, eher gebildet und üben alte, zuweilen seltene Handwerke aus. Mit diesen Fertigkeiten bringen sie sich in den von ihnen als neue Heimat deklarierten Dorfgemeinden tatkräftig und gerne öffentlichkeitswirksam ein. Mancherorts organisieren sie kulturelle und soziale Angebote und versuchen, in der Kommunalpolitik Fuß zu fassen [1].

Völkische Siedler:innen sind Teil des (extrem) rechten Spektrums und lassen sich speziell im ländlichen Raum nieder, um dort eine Volksgemeinschaft im Kleinen zu gründen. Ihr ideologisch Bezugsrahmen umfasst eine rassistische und nationalistische Blut-und-Boden-Ideologie. Sie sehen sich und ihre Gemeinschaft als eine elitäre Alternative zum modernen Leben und versuchen entsprechende Parallelstrukturen zur bestehenden Gesellschaftsordnung zu etablieren. Dabei wollen sie das Denken und Handeln in den besiedelten Gebieten beeinflussen und engagieren sich deshalb oftmals in Vereinen, den Schulen oder in der Kommunalpolitik um ihre Ideologie der Ungleichheit in die Gesellschaft hineinzutragen.


Um Derartiges zu gestalten, bedarf es einiger Anstrengungen. Neben dem Ausloten potentieller, für ihre Ideologie und Ziele anfälliger Landstriche und Gemeinden, braucht es ein notwendiges Maß an Planung. Landwirtschaftliche Kenntnisse und ausreichend Arbeitskraft sind zur Umsetzung ebenso nötig, wie vor allem eines: viel Geld. Für letzteres versuchen die Initiator:innen völkischer Siedlungsprojekte unter dem Deckmantel von Biohöfen und Selbstversorger:innensiedlungen öffentliche Fördermittel zu erschleichen.

Um Versuche völkischer Einflussnahme zu vereiteln, ist das Offenlegen dahinterstehender Strukturen und Personen genauso von Nöten, wie das Aufzeigen der diesen zugrundeliegenden Ideologie und Strategie. Sodann können mittels zielgerichteten und konsequenten Eingreifens derartige Vorhaben extrem rechter Landnahme beeinträchigt oder gänzlich verhindert werden.

Völkische Denkmuster gibt es mindestens seit dem Beginn des vorigen Jahrhundert. Um 1900 herum lösten Industrialisierung und Urbanisierung und damit das Reflexivwerden der Moderne im Bürger:innentum eine “Entzauberung der Welt” (Max Weber) aus. Die logische Verbindung dieser Phänomene mit dem Kapitalismus lies letzteVölkische Denkmuster gibt es mindestens seit dem Beginn des vorigen Jahrhundert. Um 1900 herum lösten Industrialisierung und Urbanisierung und damit das Reflexivwerden der Moderne im Bürger:innentum eine “Entzauberung der Welt” (Max Weber) aus. Die logische Verbindung dieser Phänomene mit dem Kapitalismus lies letzteren infrage stellen und diesem eine Ablehnung der Rationalität, wie auch die Ökonomisierung der Lebensbereiche entgegentreten. Aber auch Säkularität, die Loslösung vom Glauben und religiösen Institutionen, wurde spirituell infragegestellt. Dieser Entzauberung der Welt setzten Teile des Bürger:innentums eine “Verzauberung” der Welt durch Spiritualität, Naturmystik und Volksmythen entgegen.

1897 verband Ernst Rudorff Naturschutz mit Heimatschutz und lieferte das Programm für die Heimatschutzbewegung. Dabei dachte Natur und Kultur in symbiotischer Einheit, als ein Organismus beziehungsweise organismisch. Organismisch in der Hinsicht, als dass eine ursprüngliche Natur auch eine ureigene Kultur beinhalte, in der alles nach einer bestimmten Ordnung ablaufe und alles einem ihm zugewiesenen Platz habe.Die, das deutsche Volkstum betreffende Natur und Kultur möchte Rudorff mit seinem 1904 gegründeten “Bund Heimatschutz” vor äußeren Einflüssen beschützen, das heißt vor Fremden und fremden Sitten. Er verwehrte sich gegen Internationalismus und Moderne mit der Idee einer vorindustriellen Welt, gegliedert in Ständen und durch die Überhöhung der Bauernschaft, in der Mann und Frau die ihnen zugewiesene Rollen einnehmen sollten.

Grundstein des Denkens Rudorffs lieferte bereits 30 Jahre zuvor der Naturphilosoph und -wissenschaftler Ernst Heckel in seinem Werk „Generelle Morphologie der Organismen“. Dort beschreibt er den Begriff “Ökologie” als eine Wissenschaft von den Beziehungen des Organismus zur Außenwelt und sieht ein Zusammenwirken von Heimat, Natur, Kultur und Volk. Weiterhin arbeitete er mit dem Begriff der “Menschenrassen”, wobei Heckel die europäische als die höchstentwickeltste betrachtete. Das Fundament einer völkischen Ideologie war damit gelegt.
Heutige Parallelen können wir im Ethnopluralsimus der sogenannten “Neuen Rechten” sehen. Demnach habe ein jedes Volk ein ihm zugewiesenen, angestammten Platz – sowohl territorial, als auch in einer Hierarchie der Völker. Eine Vermischung, beispielsweise durch Migrationsbewegungen, wäre dieser Ordnung schädlich und wird demnach abgelehnt.


Daher befassen wir uns im ersten Teil dieses Textes mit der Person Christine Juliane Langhammer. Wir zeichnen Teile ihres völkischen Weltbildes nach und gehen auf ihre Verbindungen innerhalb eines Netzwerkes aus völkischen Siedler:innen, Siedlungsprojekten und der Anastasia-Bewegung ein. Dafür notwendig ist ein zusätzlicher Blick auf weitere Charaktere dieses Netzwerks. Im zweiten Teil dieses Beitrags verdeutlichen wir die Gefährlichkeit solcher Orte wie der Wurzelküche. Hierfür wird die Anastasia-Ideologie als besonderer Typus völkischer Landnahme beschrieben [2]

Was ist die Wurzelküche und wer ist Christine Juliane Langhammer?

Seit kurzem findet sich verstärkt Werbung des Lokals Wurzelküche mindestens in den Straßen und Briefkästen der Dresdner Neustadt und dem Hechtviertel. Was zunächst nach einem harmlosen Vegan-Restaurant aussieht, ist wichtiger Treffpunkt der regionalen Anastasia-Bewegung. Das vormals als Gesundes Mittag firmierende Ladenlokal Wurzelküche befindet sich auf der Alaunstraße 11. Betrieben wird es von Christine Juliane Langhammer.

Die 1967 geborene Christine Juliane Langhammer ist eine sehr aktive Person und eine wichtige Schnittstelle innerhalb der völkischen Siedlungs- und Anastasia-Bewegung. Dies ist wenig verwunderlich, beachtet man die ideologischen Schnittstellen beider Bewegungen. Ihr Engagement betreffend, findet sich bereits auf Langhammers privater Website im letzten Absatz ihres Lebenslaufs Folgendes: 

“Und hier beginnt mein neuer Weg in die Weitergabe meiner Kenntnisse und Fähigkeiten welche in finanzielle Unabhängigkeit und die Erfüllung meines Lebenstraumes von einer Gemeinschaft führt, wie sie in den Büchern „Die klingenden Zedern Rußlands“ von Vladimir Megre beschrieben wurden.

Aus dem Lebenslauf der Christine Langhammer. Hervorhebungen und Fehler im Original. [3]

“Die klingenden Zedern Rußlands” ist der zweite Teil der als Anastasia bekannten Romanreihe des russischen Autors Wladimir Megre. Bei näherer Betrachtung des Gesamtwerks offenbart diese Romanreihe eine völkische und rassistische Ideologie sowie einen konkreten Lebensentwurf für eine weiße Volksgemeinschaft. Sie ist eine krude Mischung aus Esoterik, Antisemitismus, Rassismus und antifeministischen Familienbildern.

Auf ihrer Facebook-Seite [4] hält Christine Langhammer sich indes bedeckt. Dort teilte sie vor einigen Jahren noch Beiträge mit positiven Bezug zur Fridays-For-Future-Bewegung und einen in Solidarität zu einer festgenommenen Aktivisten im Hambacher Forst. Seit mindestens 2020 finden sich jedoch verschwörungsideologische Beiträge (beispielsweise “Klimawandel als Lüge” [5]) wieder und auch solche, die einen positiven Bezug auf die Anastasia-Bewegung nehmen. Unter anderem teilte sie Beiträge zu den sogenannten Schetinin Schulen [6]. Diese sind Teil der Anastasia-Ideologie und stellen ein alternatives pädagogisches Konzept dar. Eine kritische Erklärung dieser Schulen findet sich weiter unten im Text.

Dass Christine Langhammer dennoch eine wichtige Akteurin innerhalb eines Netzwerks völkischer Siedlungsprojekte und der regionalen Anastasia-Bewegung ist, wird durch Recherchen auf ihrer privaten sowie auf der Website ihres Ladenlokals Wurzelwerk deutlich. Diese werden wir im Folgenden nachzeichnen.

Die Vision: Das Neue Dorf

Auf der Website von Christine Langhammers Lokals Wurzelküche unter gesundes-mittag.de findet sich der Begriff “Anastasia” an keiner Stelle [7]. Stattdessen liest man dort von der Idee eines neuen Dorfes. Unter dem Reiter “Vision Neues Dorf” geht Langhammer näher auf dieses Konzept ein. Hier erklärt sie kurz ihre Idee zur Etablierung eines Siedlungsprojektes im Raum Dresden: 

“Unsere Vision ist es, 202,2 ha Land im Jahre 2022 mit Gärten füllen zu können – mit einem ersten Gärtnerdorf, was als Pilot- & Forschungsprojekt in der Nähe von Dresden starten soll.

Von der Website Wurzelküche. Hervorhebungen und Fehler im Original. [8]

Diese Vision formuliert Langhammer unter Rückgriff auf das Buch “Das neue Dorf: Vielfalt leben, lokal produzieren, mit Natur und Nachbarn kooperieren” von Ralf Otterpohl. Zugleich bewirbt sie dieses auf ihrer Wurzelküchen Website. Otterpohl ist ein rechtsoffener Professor der TU Hamburg [9]. Hinter seiner Idee des neuen Dorfes versteht er eine “fürsorglichen Landpflege mit breiter Artenvielfalt und hoher Produktivität hochwertigster Lebensmittel” [10].

Otterpohls Idee versucht der rechte Landwirt und Anastasia-Anhänger Robert Briechle [11] seit Jahren umzusetzen. Diese Anstrengungen zur Umgestaltung des eigenen Hofes hin zu einem sogenannten MutterHof als “Modell und Wegbereiter für alle, welche die Zeichen der Zeit erkennen und uns auf unserer Reise begleiten, unterstützen und folgen wollen” (Hervorhebung durch uns), unternimmt Briechle gemeinsam mit Ralf Otterpohl [12]. Auch die Website oekom-crowd.de, welche als Plattform zum Crowd-Funding des Otterpohl-Buches diente, wirbt bei der Unterstützung der Idee vom neuen Dorf mit folgendem:

“Deshalb können Sie nicht nur das Buch und Infopakete zum Thema erwerben, sondern auch ganz konkret erfahren, wie das Neue Dorf in der Realität umgesetzt werden kann und bereits umgesetzt wird. Nehmen Sie an einer Exkursion  zum Hof von Robert Briechle in Unterthingau teil, buchen Sie einen Praxis-Workshop mit Ralf Otterpohl in Hamburg oder holen Sie sich den Autor für einen Vortrag ins Haus!”

Von der Website oekom-crowd.de. [13]

Ralf Otterpohl ist eng mit Robert Briechle verbunden. Gemeinsam haben beide mindestens einen Vortragsabend zur Vision des neuen Dorfes gestaltet [14]. Auf Briechles Hof im Allgäu arbeiten sie “im Sinne von Rainwater Harvesting, Humusaufbau und ländlicher Entwicklung zusammen” [15]. In Bezug auf die Kritik an seiner Nähe zu Briechle, behauptete der TU-Professor Ralf Otterpohl, er habe seitens Briechle “bisher keine diskriminierenden Äußerungen gehört” und würde den Kontakt sowie die Zusammenarbeit abbrechen, wenn dem so wäre [16]. Dass Briechles Verbindungen zum Neonazi Frank Willy Ludwig nicht ausreichen und Mitglieder von Briechles Hof rechte Propaganda online verbreiten, scheint Otterpohl nicht zu genügen [17].

In seinen Vorlesungen und auf Esoterikmessen legt Ralf Otterpohl ein verschwörungsideologisches Weltbild offen. Dabei fantasiert er von Chemtrails und Geomantie [18]. Nach taz-Recherchen gab er bereits im April 2018 einen esoterischen Kurs zur Wahrnehmung von sogenannten Elementarwesen im Garten Weden, einem Anastasia-Familienlandsitz [19]. Auch die problematischen Inhalte der Anastasia-Bücher schafft Otterpohl nur halbherzig zu verklären, wie Belltower News bereits berichtete [20]. Zusätzlich verlinkt Otterpohl auf seiner Seite gartenring.org neben vernünftig wirkenden Selbstversorger:innen-Projekten auch problematische [21]. Unter anderem können dort das esoterische und rassistische Seifener Modell aus Forst Seifen sowie Timo Oyangs [22] Initiativgruppe aus dem Raum Hamburg mittels Inserat nach Mitstreiter:innen suchen. Auch ein Verweis auf das Anastasia-Magazin Garten Weden findet sich.

Screenshot von Ralf Otterpohls Gartenring Website mit einem Inserat des Anastasia-Magazines Garten Weden.

Ralf Otterpohl steht der völkischen Siedlungs- und der Anastasia-Bewegung nicht nur sehr nahe, sondern bereitet ihr auch im deutschsprachigen Raum den Boden.Dabei liefern seine theoretischen Arbeiten zur Vision eines neuen Dorfes völkischen Siedlungsprojekten einen theoretischen Überbau, der ohne ideologisch gefärbte Begriffe auskommt. Vor allem die Anastasia-Bewegung profitiert davon. Mithilfe dieser gedanklichen Prothese – unter anderem durch das Sprechen vom sogenannten Neuen Dorf anstatt vom Familiendlandsitz – kann unter Rückgriff auf Otterpohls Schriften und Vorträge die Idee des Anastasia-Landsitzes innerhalb des Neuen Dorfes euphemistisch verpackt und widerstandsloser verbreitet werden. Der mittlerweile bekannter gewordene Begriff Anastasia wird damit bewusst vermieden und die dahinter sich verbergenden Wesensmerkmale dieser Weltanschauung versteckt.

„Es gibt jedoch zahlreiche konkrete historische Fakten, die zeigen, dass solche Aggressivität auch herausgefordert werden kann. Und genau das geschieht zurzeit auf Betreiben gewisser sehr aktiver Kreise. Auch unter den Juden selbst können sich solche Provokateure befinden.“ Megre, Wladimir: Anastasia Band 8.1. Neue Zivilisation. S. 136.

„Die meisten Veröffentlichungen zum Thema “Juden”, die mir in die Hände gefallen sind, haben auf mich einen recht primitiven Eindruck gemacht. Fast alle laufen auf die Feststellung der gleichen Tatsachen hinaus: ‚Die Juden haben die Presse verschiedener Länder unter ihre Kontrolle gebracht‘; ‚das Fernsehen ist von Grund auf jüdisch‘; ‚der Geldfluss in der Welt wird zum größten Teil von Juden kontrolliert.‘ Das ist alles so, keine Frage, auch im heutigen Russland. Aber dies allein ist nicht mehr als eine Feststellung von Tatsachen. Viel interessanter wäre es herauszufinden, warum dies in vielen Ländern der Fall ist, und zwar mit beneidenswerter, seit Jahrhunderten währender Konstanz. Dazu möchte ich sogleich bemerken: Die Juden sind einfach zu dieser Sonderstellung verpflichtet, und wir sind verpflichtet, uns ihnen zu unterwerfen, und zwar ist dies gesetzlich abgesegnet.“ Ebd. S. 138.


Auch die praktischen Tätigkeiten Otterpohls – seine Vorträge bei Anastasia-Anhänger:innen; das unkritische Betreiben seiner Website zur Vernetzung und Förderung von Siedlungsprojekten; die enge Kooperation mit Robert Briechle – leisten wichtige Beiträge für völkische Siedlungsprojekte im Allgemeinen und die der Anastasia-Bewegung im Besonderen.

Eine glaubwürdige Distanzierung zu (extrem) rechten Siedler:innen zu formulieren und sich klar von diesen abzugrenzen, das gelang Otterpohl nicht. Im Gegenteil: Antisemtische Passagen innerhalb der Anastasia-Reihe ignoriert, verklärt oder leugnet der Professor [23]. Sogar den Vorzeige-Netzwerker der Bewegung, Konstantin Kirsch, lädt Otterpohl zu sich nach Hause ein [24]. Seinen eigentlichen guten Bestrebung für eine umweltschonende und zukunftsfähige Landwirtschaft einzutreten, die abseits durchkapitalisierter Marktlogik funktioniert, dieser erweist Ralf Otterpohl damit einen Bärendienst.

Siedlungsprojekte bei Dresden: Das Netzwerk um Christine Langhammer.

Zurück nach Dresden. Entsprechend der Vision vom Neuen Dorf benennt Christine Langhammer auf der Website der Wurzelküche ein bereits bestehendes Projekt mit Vorbildcharakter: die “Mehrgenerationensiedlung in der Nähe von Stuttgart” [25]. Diese stellt für Langhammer “eine Gemeinschaft [dar], die zumindest theoretisch schon viel weiter ist als wir und ähnliche Ziele verfolgt”. Hinter dieser ähnliche Ziele verfolgenden Gemeinschaft steht der “Förderverein zur Gründung der Mehrgenerationensiedlung e.V.”. In einem Dossier zur Vorstellung des Vereines und seiner Siedlung, findet sich die Bezeichnung “Anastasia – Siedlung 1” auf einem im darin  dargestellten Lageplan. Auch die Beschreibung des Hofes, der umzusetzende Plan inklusive eigener Angebote der Schulbildung sowie Personen des Initiator:innen-Kreises verdeutlichen, dass Christine Langhammer sich hier auf eine Anastasia-Siedlung bezieht [26]. In einem englischsprachigen Dossier des Vereins wird es sogar im Vereinsnamen deutlich:

“In  February  2006  we  organised  a  meeting  of  like-minded  people  and  thanks  to  a  very  posi-tive response we established the „Förderverein zur Gründung der Mehrgenerationensiedlung Anastasia e.V.“  in  September  of  the  same  year.” (Hervorhebung durch uns) [27]“In  February  2006  we  organised  a  meeting  of  like-minded  people  and  thanks  to  a  very  posi-tive response we established the „Förderverein zur Gründung der Mehrgenerationensiedlung Anastasia e.V.“  in  September  of  the  same  year.”

Aus einem Dossier vom Foerderverein zur Gruendung der Mehrgenerationensiedlung e.V. Hervorhebung durch uns. [27]

Bei dieser Mehrgenerationensiedlung handelt es sich um den Hof von Reinhard Groß und Inge Moser. Beide sind langjährige Anastasia-Anhänger:innen. Der als Unternehmensberater tätige Reinhard Groß organisierte bereits im Sommer 2006 eine Reise für “Anastasia – Freunde” nach Russland. Auf dem Programm stand neben dem Besuch einer Anastasia-Siedlung auch die Visite einer Schetinin-Schule. Das eigentliche Ziel dieser Reise war der Erfahrungsaustausch mit Anastasia-Anhänger:innen in Russland, um anschließend im deutschsprachigen Raum, wie Reinhard Groß in seiner Einladung schrieb, “das Projekt „Anastasia-Sieldungen“ zu verwirklichen” [28].

Neben dieser Anastasia-Mehrgenerationensiedlung und ihrem eigenen Projekt verweist Christine Langhammer auf weitere in der Umgebung Dresdens. Diese präsentiert sie unter dem Menüpunkt “Initiativen” auf der Website ihres Lokals Wurzelküche [29].

Eine dieser Initiativen ist ein Hof bei Lommatzsch. Als Kontaktperson wird Yvonne Kleine angegeben. Sie ist Diplom-Ingeneurin für Landschaftsarchitektur [30]. Gemeinsam mit Christine Langhammer inseriert Yvonne Kleine auf Ralf Otterpohls Gartenring-Website für ein Pilotprojekt bei Dresden [31].

Im Jahr 2017 versuchte sich Kleine im Ringen um staatliche Fördergelder für ein Siedlungsprojekt. Dafür nahm sie beim Zukunftstadt-Projekt der Stadt Dresden teil. Ihr Ziel war die Schaffung einer “Nachhaltige[n] Garten-Land-Hof-Siedlung im urbanen Umfeld”. Dabei scheiterte sie gemeinsam mit Sebastian Brandt und Klaus Werner Kamke [32]. Letzterer ist seit mindestens 2018 Vorsitzender des Lebensraum e.V. aus Freital [33].

Auch der Lebensraum e.V. wird auf der Wurzelküche-Website von Christine Langhammer empfohlen. Ein Jahr nach Yvonne Kleines Teilnahme beim Projekt Zukunftsstadt Dresden, stand dieser Verein kurz vor dem Erhalt von Fördergeldern in Höhe von 200.000 Euro. Für den Verein trat Klaus Werner Kamke jedoch nicht mit Yvonne Kleine an, sondern mit Robert Köhn als Projekt “NATURGÄRTEN – Nachhaltige Wirtschaft durch lokale Produktion & Versorgung der Region mit vitalen Lebensmitteln” [34].

Der Lebensraum e.V. aus Freital orientiert sich inhaltlich an den Anastasia-Siedlungen Weda Elysia und Goldenes Grabow. Auch der weiter oben genannte Neonazi Frank Willy Ludewig war schon Gast beim Lebensraum e.V. In Publikationen des Vereins benennt sich der Vorsitzende Kamke als “klaus werner Mann aus der Familie K.” [35]. Diese Schreibweise ist eine in der Reichsbürger:innenszene übliche.

Recherchen der Sächsischen Zeitung zufolge, waren zum Zeitpunkt der Bewerbung um Fördergelder auf der Vereinswebsite “Verweise auf die Anastasia-Bewegung zu finden”. Die Anastasia-Bücher galten “für den Verein als Grundlage fürs Bio-Gärtnern” [36]. Nach Bekanntwerden der ideologischen Ausrichtung des Vereins, übte sich der Vorsitzende Klaus Werner Kamke gegenüber der Presse in Distanz zur Anastasia-Bewegung. Ebenso löschte der Verein Inhalte mit Bezug auf Anastasia von der eigenen Website. Lediglich die Bewerbung eines Treffens von Anastasia-Leser:innen in Horka aus dem Jahr 2017 findet sich noch heute [37]. Auch in einem 2021 erstellten esoterisch-spirituellen Blog werden der Lebensraum e.V. und dessen Treffen unter dem Punkt “Anastasia” beworben [38].

Kamkes Mitstreiter Robert Köhn ist ebenso Mitglied des Lebensraum e.V. Köhn war „Vertreter der administrativen Regierung des Bundesstaats Sachsen”, einem Projekt von Reichsbürger:innen. Seine Mitarbeit beim “Bundesstaat Sachsen” beendete er 2016 auf eigenen Wunsch [39].

Infolge mehrerer Berichte im Onlinemagazin Vice und in der Sächsischen Zeitung [40] kam es zu einer Online-Intervention seitens antifaschistischer Einzelpersonen und Gruppen. Diese lies auch diesen Versuch des Erhalts von Fördermitteln zur Umsetzung eines völkischen Sieldungsprojektes scheitern [41].

Auf Christine Langhammers privater Website unter christine-juliane.de wird Robert Köhn mit seinem früheren Namen Robert Eisfeld genannt. Aufgeführt ist er dort als Teammitglied für ihr Projekt Neue Dörfer [42]. Ebenso findet sich in einem, auf Langhammers Website auffindbaren, Dossier Robert Köhn gemeinsam mit oben genannten Kamke und dem von beiden betriebenen Lebensraum e.V aus Freital. Sie sind dort als Ansprechpartner der sogenannten Paradiesgärten genannt [43]. Paradiesgärten scheint dabei der Arbeitstitel des Neuen Dorfes zu sein. Die Erstelldaten der Seite und der Verlinkung ihres Dossiers datieren auf November, beziehungsweise Dezember 2017.Aller Wahrscheinlichkeit nach dürften die Paradiesgärten auch das weiter oben genannte Pilotprojekt im Raum Dresden sein, welches sich auf Ralf Otterpohls Gartenring-Website findet. Auch Kamkes und Köhns bereits genanntes Siedlungsprojekt ist noch immer auf Otterpohls Seite gelistet und sucht dort nach Interessierten.

Dass sich die Anastasia-Zeichnung aus Langhammers Paradiesgärten-Dossier als Headerbild für das Siedlungsprojekt von Köhn und Kamke auf der 99funken-Website wiederfindet, erscheint in Anbetracht aller bisherigen Recherche weniger als ein Zufall. Eine Google-Rückwärtssuche konnte jenes Bild nur noch auf einer weiteren Website ausfindig machen. Nämlich innerhalb einer Anastasia Gruppe auf vk.ru als Titelbild.
Festzuhalten bleibt, dass Langhammer, Köhn, Kamke, Kleine und weitere Personen im Laufe der vergangenen Jahre unter verschiedenen Arbeitstiteln mehrmals versucht haben, öffentliche Gelder für völkische Siedlungsprojekte abzuschröpfen. Es ist davon auszugehen, dass es auch weiterhin dazu kommen wird.

Um derartige Siedlungsprojekte unter dem Deckmantel des sogenannten Neuen Dorfes im Raum Dresden voranzubringen, organisiert Christine Juliane Langhammer jeden Freitag Arbeitstreffen in ihrem Restaurant Wurzelküche [44]. Diese Treffen dienen als Plattform zum Austausch, zur Vernetzung und Planung innerhalb der Anastasia-Bewegung und anderen völkischen Siedlungsprojekten. Die zahlreichen ideologischen Schnittstellen zwischen Ökologie, Esoterik und alternativem Lebensstil sowie völkischen und verschwörungsideologischen Weltbildern, machen diese Treffen sowohl anschlussfähig wie auch gefährlich.

Fazit: Christine Juliane Langhammer als Netzwerkerin der völkischen Siedlungs- und Anastasia-Bewegung

Im ersten ersten Teil des Textes zeigten wir auf, wie Christine Juliane Langhammer – stark beeinflusst von den Erzählungen der Anastasia-Reihe – zu einer nun langjährigen Aktiven im Bereich völkischer Siedlungsprojekte geworden ist. Immer wieder erscheint sie als eine Schnittstelle zwischen Personen und Projekten entlang einer Siedlungsbewegung, die bis hinein in das Anastasia-Spektrum reicht.

Mit ihrem Ladenlokal Wurzelwerk bietet sie einen regelmäßigen öffentlichen Anlaufpunkt für Gleichgesinnte und Interessierte. Um eine höhere Anschlussfähigkeit an ein alternatives und ökologisch achtsameres Klientel zu gewährleisten, meidet Christine Langhammer bewusst den Begriff Anastasia. Stattdessen nutzt sie die Erzählung von der Vision Neues Dorf. Diese ist bisher nicht negativ konnotiert und kommt ideologisch ungefärbt daher. Auch ihre langjährigen Partner:innen üben sich mehr und mehr in diesem Versteckspiel. Dies geschieht vor allem dann, wenn es um den Erhalt öffentlicher Fördergelder geht. Dennoch gelang es Christine Juliane Langhammer nicht, ihr eigentliches Interesse an Siedlungsprojekten sowie ihre Verbindung zu völkischen Siedler:innen, Reichsbürger:innen und Anhänger:inner der Anastasia-Bewegung unter den Teppich zu kehren.

Im folgenden zweiten Teil werden wir uns nun umfänglicher mit der Anastasia-Bewegung und ihrer Ideologie befassen. Dabei zeigen wir auf, warum diese einem emanzipatorischen Gesellschaftsentwurf entgegensteht.

Was ist die Anastasia-Bewegung

Die Anastasia-Bewegung fußt auf einer Romanreihe des russischen Autors Wladimir Megre. Er entwirft darin nicht nur einen fantasievollen Geschichte, sondern offenbart eine völkische, rassistische und antisemitische Ideologie, sowie einen konkreten Lebensentwurf für eine weiße Volksgemeinschaft. Diese ist eine krude Mischung aus Esoterik, Antisemitismus, Rassismus und antifeministischen Familienbildern [45].

Für den Begriff der Esoterik konnte sich im wissenschaftlichen Diskurs noch keine allgemeingültige Definition herausbilden.

Wenn wir von Esoterik schreiben, verstehen wir im Allgemeinen eine Weltanschauung, die quasi-religiöse Momente beinhaltet und der eine spezifische Form des Erkenntnisgewinns zugrundeliegt, die einem, auf den heutigen Erkenntnissen der Naturwissenschaft gegründeten, materialistischen Weltanschauung zuwiderläuft. Dementgegen setzt die Esoterik einen spirituellen Erkenntnisweg, der sich auf mystische und übernatürliche Annahmen beruft, die weder empirisch noch rational überprüfbar sind.

Im Besonderen stellt Esoterik eine Methode dar, sich mit Widersprüchen einer modernen und durchkapitalisierten Gesellschaft abzufinden. Wie auch Religion kann Esoterik Trost spenden und bietet alternative sinnstiftende Momente zur bürgerlichen Gesellschaft an. Sie ist demnach eine zur Befriedung des eigenen Selbst nützliche Selbsttäuschung der Menschen, über die von ihnen geschaffenen gesellschaftlichen Verhältnisse. Gleichzeitig ist sie Ausdruck des Protestes. Dieser äußert sich unter anderem im Loslösen von allgemein anerkannten Erkenntnissen, wie denen der Naturwissenschaften. Beispielsweise kann dies ein Abwenden von der Schulmedizin, bei gleichzeitiger Überhöhung alternativer Heilmethoden darstellen, die nachweislich keine medizinische Wirksamkeit besitzen, welche über den Placebo-Effekt hinausgeht – beispielsweise Homöopathie oder das Glauben an Heilsteine.


Anhänger:innen dieser Bewegung können als Teilgruppe völkische Siedler:innen bezeichnet werden. Das sind neonazistische Gruppen, die sich besonders in ländlichen Regionen niederlassen mit dem Ziel, dort eine gesellschaftliche Hegemonie von Rechts zu errichten. Sie sind der Meinung, dass ihre Ideen auf dem Land anschlussfähiger sind und sie betonen regelmäßig den geringeren Anteil von tatsächlichen oder angeblichen Migrant:innen. Ihr Ziel ist es, eine völkisch-nationalistische Gemeinschaft als Parallelstruktur zum bürgerlich-demokratischen Staat zu errichten [46].

Blut & Boden – die Volksgemeinschaft als Naturzustand

Ebenso wie andere völkische Siedler:innen streben auch Anhänger:innen der Anastasia-Bewegung die Volksgemeinschaft an. Was vielleicht harmlos klingt, ist eine faschistsiche und abscheuliche Blut-und-Boden-Ideologie.In dieser Volksgemeinschaft leben Menschen mit einer angeblich gleichen biologischen und kulturellen Abstammung. Dies macht die Gemeinschaft nicht zu einer Runde aus Individuen, sondern subsumiert den einzelnen Menschen unter einen homogenen Volkskörper mit einer einheitlichen Meinung. Diese Idee versucht damit eine uniforme Identität zu schaffen, unabhängig von Klasse, Schicht oder Überzeugungen.

Dies spiegelt die faschistische Idee der Überwindung des Klassenkampfes durch die Volksgemeinschaft wider und offenbart einen autoritären, rassistischen und antipluralistischen Lebensentwurf. Denn einerseits können sich die Menschen nicht aussuchen, Teil dieser Volksgemeinschaft zu sein und zum anderen wird die Invidualität ausgelöscht. Jede Abkehr von der vermeintlichen Volksgemeinschaft und deren Interessen gilt als Verrat. Wobei die Entscheidungsgewalt, was das Volksinteresse ist, bei einer führenden Elite unter dem Deckmantel eines Siedlungsrates liegt [47].

Familienlandsitze – Landnahme auf und in den Dörfern

Das Mittel, um das gewünscht Ziel zu erreichen, sind so genannte Familienlandsitze. Dies sind je ca. 1 Hektar große, abgegrenzte Grundstücke. Darauf soll Nahrung angebaut werden, um autark leben zu können. Hinter diesem Entwurf winkt nicht nur das angebliche Ticket zum Familienglück, sondern auch politisches Kalkül [48]. Neben der vermeintlich einfachen, glücklichen und ruhigen Alternative zur modernen Lebensweise, wartet auf die dort lebenden Menschen eine antidemokratische, patriarchal-sexistische und dem Postulat der Gleichheit widersprechende Lebensform. Dies verdeutlichen wir in den folgenden Abschnitten.

„Es können Zeiten nahen, wo die Mehrheit der Erdbevölkerung einen eigenen Familienlandsitz haben und darin wohnen will. Dann wird aber die Landfläche nicht für all diese Familien reichen. Man spricht ja jetzt schon von der Notwendigkeit, einen Teil der Weltbevölkerung zu vernichten, weil es nicht genügend Lebensraum und natürliche Ressourcen gibt.“ Megre, Wladimir: Anastasia Band 10. Anasta. S. 136.


Antifeministische Geschlechterrollen und Familienbilder

Innerhalb der Anastasia-Bewegung beschränkt sich die Aufgabe der Frau auf drei Punkte: das Zeugen (Gebären?) von Kindern, die Erziehung dieser und das Inspirieren und Anspornen des Mannes. Diesem kommt in dem Weltbild die wichtigere Aufgabe zu: Er ist gestaltende und schöpferische Kraft, von ihm geht aller Fortschritt aus. Die Frau wird zur Bittstellerin ihres Mannes.

Ihres Mannes im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der Mann hat das Sagen und die Frau muss sich fügen. Frauen, die Männer mit ihren Reizen verführen, gelten als unrein. Nur die folgende und hörige Frau ist rein. Die Frau ist in dieser Ideologie ein unselbstständiges Wesen, welches sich erst in dem Leben mit einem Mann und mittels der Familiengründung vervollständigt.

Darüber hinaus folgen die Anastasia-Anhänger:innen der “Telegonie”. Einer pseudowissenschaftlichen Vererbungslehre, wonach die Frau die Erbinformationen des Mannes für immer annimmt, mit dem sie das erste Mal Sex hatte. So sollen Frauen gezwungen werden, sich nur mit anderen weißen Männern auf Sex einzlassen, um die Gene nicht zu vermischen und letztlich auch die Ungleichwertigkeit von Menschen zu legitimieren. Dies ist eine Zuspitzung der Rassenlehre aus dem NS und gegenemanzipatorische Praxis [49]. Auffällig ist dennoch, dass trotz und auch wegen dieses Geschlechterbildes vielen Frauen eine exponierte Position in den verschiedenen Siedlungsprojekten zuteil wird.

„Es gibt genügend bekannte Fälle, in denen weißen Ehepaaren Kinder mit schwarzer Hautfarbe geboren wurden. Es kommt immer wieder mal vor, dass ein kleiner schwarzer Junge das Licht dieser Welt erblickt, weil früher seine Oma oder die gebärende Mutter sexuellen Kontakt zu einem schwarzen Mann hatte. Als Ursache für dieses Phänomen stellt sich immer die erste voreheliche Beziehung der jungen Frau oder ihrer direkten weiblichen Vorfahren zu einem Mann mit schwarzer Hautfarbe heraus. […] kein Kondom dieser Welt [kann] ihre Kinder vor dem‚ Einfluss des ersten Männchens‘ retten […] Der erste Mann im Leben einer Jungfrau prägt ihr einen Stempel seines Geistes und seines Blutes auf. Er bestimmt ein psychisches und physisches Bild der Kinder vor, die sie gebären wird. Alle anderen
Männer, die mit ihr intime Verhältnisse haben werden, um eventuell ein Kind zu zeugen, sind letztlich nur Samenspender und Überträger von Geschlechtskrankheiten.“ Megre, Wladimir: Anastasia Band 8.2. Die Bräuche der Liebe. S. 39.


Erziehung zum Volkskörper

Die Erziehung der Kinder folgt einem autoritären und streng militärischen Erziehungsstil. Viele der Kinder werden nach Russland in sogenannte Schetinin-Schulen geschickt oder in die österreichsichen “Lais-Schulen”. Die Erziehung von Anastasia-Anhänger:innen orientiert sich an diesen Schulen, wonach die Kinder durch ihre Abstammung und die Anbindung an die Ahnen und die Heimat sämtliches Wissen bereits in sich tragen. Sie müssen es nur noch aktivieren. Dafür unterrichten sich die Kinder gegenseitig und werden einem militärischem Drill, inklusive Kampfsport und Waffentraining, unterzogen [50].

Der Einschätzung von Wagenseil (REMID) zufolge “geht es der Bewegung dabei vor allem darum, die Kinder sozial zu isolieren, von multikulturellen Einflüssen, vom Sexualkundeunterricht und von der offiziellen Geschichtsschreibung insbesondere in Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg fernzuhalten” [51].

In Deutschland sind solche Schulen rechtlich nicht gestattet.

Was geht mich das an?

Falls sich jetzt noch jemand fragt: “Was geht mich das eigentlich an?”, dann wollen wir an dieser Stelle die Gefahr, die von der Anastasia-Bewegung und ähnlichen völkischen Siedlungsprojekten für die Gesellschaft ausgeht, noch einmal auf den Punkt bringen:

1. Rechte Landnahme – Schaffung nationalbefreiter Zonen:

Völkische Siedler:innen wie die der Anastasia, zielen darauf ab, Gebiete zu nationalbefreiten Zonen zu machen. Indem sie sich in vermeintlich oder tatsächlich strukturschwachen Regionen ansiedeln, Zustimmung aus der Bevölkerung bekommen und in Gebieten agieren, wo der Anteil an Migrant:innen gering ist, scheint dieses Szenario keine große Herausforderung. Innerhalb dieser dort geschaffenen Räume, spielt vor allem der Bereich der Ökologie – innerhalb eines Vierklangs aus Naturschutz, Umweltschutz, Tierschutz und Volksschutz – eine außerordentliche Rolle als Türöffner für eine extrem rechte Ideologie. Für den Apsekt des Volksschutzes gilt es, die eigene Natur und Umwelt vor bestimmten Umwelteinflüssen zu bewahren – ganz gleich, ob es sich hierbei um schädliche Aspekte konventioneller Landwirtschaft handelt oder um den Zuzug von Migrant:innen. Diese werden hier als die Anderen deklariert, welche nicht zur eigenen Natur/Heimat gehören und in diesem Territorium nicht geduldet werden.

2. Etablierung und Ausweitung rechter Ideologie:

Diese rechte Landnahme schaffen sie nicht nur, indem sie andere (extrem) Rechte für ihre Sache begeistern können, sondern auch indem sie mit ihrem vermeintlich weltoffenem Öko- und Esoterik-Touch Anschluss an weitere, weniger oder nicht-rechte Milieus finden. Ihre Strategie gleicht dabei mehr einem Einsickern, denn offener Agitation. Sie stellen sich als die neuen, netten Nachbar:innen vor, packen im Dorf kräftig mit an. Fast schon beiläufig versuchen sie immer mehr Teile ihrer völkischen Ideologie zu normalisieren. Sei es durch das Begehen völkischer Bräuche wie dem Jul-Fest, durch das Verbreiten ihrer antifeministischen Familien- oder Rollenbilder oder indem sie Parallelstrukturen aufbauen, wie sie die Schetinin-Schulen darstellen. Dass sich Völkische angesiedelt haben, merken viele Gemeinden erst, wenn diese Parallelstrukturen im Ort bereits entstanden sind und sich bewusst öffentlich präsentieren.

Vor allem durch dieses ideologische Versteckspiel schaffen es völkische Siedler:innen, immer wieder auch Milieus anzusprechen, die durch die klassische Rechte bisher wenig zu mobilisieren waren. Interessierte aus der links-alternativen oder esoterisch-sprituellen Szene fühlen sich durch derartige Siedlungsprojekte ebenso angesprochen wie all jene, die einen ökologisch-nachhaltigeren Lebensstil bereits pflegen oder dies wollen. Aber auch Teile der Prepper- und Selbstversorger:innen-Szene sowie seit 2017 zunehmend Reichsbürger:innen, suchen vermehrt Anschluss an die Anastasia-Bewegung. Völkischen Siedlungsprojekte schaffen es, ideologisch verschiedene und eher getrennt voneinander agierende soziale Gruppen zusammenbringen. Über Esoterik, Spiritualität, Naturverbundenheit und/oder den ökologischen Gedanken, binden sie differente soziale Milieus in ihre Siedlungen ein und propagieren dort – erst eher verdeckt, dann immer offener – ihren Traum einer Volksgemeinschaft. 

3. Rechte Hegemoniebildung: 

Etablierte völkische Siedlungen schaffen und verstärken in den betroffenen Regionen eine (extrem) rechte, zuweilen faschistische Hegemonie. Mittels ihres vorgebrachten Engagements in den besiedelten Orten verschaffen sich die Siedler:innen zuerst Vertrauen, Zustimmung und Akzeptanz. Vereinzelte kritische Stimmen werden schlichtweg ignoriert, aus dem Diskurs ausgeschlossen oder sogar bedroht, beispielsweise so geschehen in Grabow.Zussätzlich wird in den Regionen, in denen die AfD, Freie Listen und die CDU einen hohen Zuspruch haben, Gegenwehr in Form von Antifaschist:innen und demokratischen Bestrebungen oft als ein Störfaktor wahrgenommen. Der Kampf gegen eine rechte Hegemoniebildung erschwert sich damit deutlich. Aufbauend darauf, treten aber auch ganz allgemein demokratische Ideen, Solidarität und Kollektivität in den Hintergrund. Irgendwann sind diese nur noch für jene zu erhalten, die als zur Volksgemeinschaft dazugehörend wahrgenommen werden.

4. Die Weitergabe völkischen Denkens: 

Völkische Siedler:innen liefern eine auf Langfristigkeit angelegte, ganzheitliche Ideologie eines als organisch verstandenen Volkskörpers. Tradierte antimoderne und antifeministische Rollenbilder weisen Frauen* und Männern innerhalb der völkischen Gemeinschaft im Kleinen und in der Utopie einer völkischen Gesellschaft im Großen festgelegte Stellungen und Aufgaben zu. Durch die soziale Isolation der Kinder und mittels eigener Schulbildung soll dieses Denken auch an die nächsten Generationen weitergegeben und gefestigt werden. Für die aufgeklärte, moderne Gesellschaft ist dies umso gefährlicher, als dass den völkischen Gemeinschaften gut ausgebildete, völkisch erzogene und ideologisch gefestigte extrem Rechte entspringen werden. Diese können zwar nicht nur, aber allen voran innerhalb von Parteien wie der AfD auf gute Karrierechancen hoffen und die Möglichkeit erhalten, politische Geschicke auf kommunaler wie auf Bundesebene zu lenken. Ein prominentes Beispiel völkischen Denkens stellen Björn Höcke und sein mittlerweile aufgelöster “Flügel” der AfD dar.

Was tun gegen völkische Siedlungsprojekte?

Der Anastasia-Bewegung gelingt es, bestimmte Bedürfnisse des von der Moderne teils überforderten oder überdrüssigen Menschen zu bedienen. Bedürfnisse nach Naturverbundenheit, einem vermeintlich einfacheren Lebensstil, bis hin zum Aussteiger:innentum aus der kapitalistischen Gesellschaft. Aber auch der Wunsch nach einem nachhaltigen Leben und nachhaltiger Wirtschaft, nach einem kleineren ökologischen Fußbadruck findet hier seinen Platz. Dessen Erfüllung bewerben manche Siedlungsprojekte offensiv.

Gerade in Bezug auf den Aspekt eines verantwortungsvollen Umgangs mit diesem Planet und der Überwindung fossilen Kapitals und des Kapitalismus allgemein, kann und muss eine (radikale) Linke Angriffspunkte finden, jene potentiellen und für den ökologischen Aspekt der Anastasia-Bewegung anfälligen Menschen abzuholen, bevor es zu spät ist. Anstatt dass diese einer auf völkischen Vorstellungen aufbauenden Umwelt- und Naturschutz-Ideologie anheimfallen, muss ihnen eine emanzipatorische, universalistische Alternative vorgestellt werden. Agrarökologie und die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) sind dabei ein guter Anfang, gepaart mit der Aufklärung über das eigentliche Wesen und die Erscheinung der Anastasia-Bewegung.

Im Buch “Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos” arbeiten Andrea Röpke und Andreas Speit sehr gut heraus, dass präventive Maßnahmen gegen völkisch geprägte Rechte das Offenlegen ihrer Strukturen und Netzwerke erfordern. Dafür ist es von Nöten, hinter die angeblich weltoffene, grüne Fassade zu schauen, das Versteckspiel völkischer Siedler:innen wie der Anastasia-Bewegung zu beenden und ihre eigentlichen Ziele offenzulegen. Gleichwohl müssen ihre Ideologie und Strategien nachgezeichnet und die Gesellschaft darüber aufgeklärt werden. Nur so können wir diesem eher gebildeten, wandelbaren und schwer zu greifenden Typus einer extrem rechten Szene habhaft werden, der eine bislang noch unterschätzte Gefahr darstellt.

Sodann können völkische Siedlungsprojekte erfolgreich verhindert oder in ihrer Umsetzung beeinträchtigt werden. Dies kann das Stören von Informationsveranstaltungen oder das Verunmöglichen von Planungstreffen darstellen. Auch die Beeinflussung des öffentlichen Diskurses mittels Outings völkischer Siedler:innen oder durch eigene Informationsveranstaltungen, inhaltliche Flyer, Textbeiträge wie diesen etc. Als am wichtigsten erachten wir neben dem Verhindern des Zustroms neuer Mitstreiter:innen mit notwendigen Kenntnissen, den Angriff auf die ökonomische Basis der (zukünftigen) Siedler:innen. Konkret bedeutet dies, dass neben dem Stören der Geschäftstätigkeit zur Finanzierung solcher Projekte auch Interventionen gegenüber öffentlichen Fördermittelgeber:innen notwendig seien können. Die Intervention gegenüber der Plattform 99funken in Bezug auf das weiter oben beschriebene Siedlungsprojekt rund um Dresden ist dafür ein erfolgreiches Beispiel.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die Aufklärung über völkische Siedlungsprojekte und Interventionen gegen konkrete Siedlungen und Personen so früh wie möglich und so engagiert wie nötig erfolgen müssen.
Wir hoffen mit diesem Text einen Beitrag dazu zu leisten, einen potentiellen Ring völkischer Siedlungen um Dresden zu verhindern.


Fußnoten und Quellen:

[1] Zur tieferen Auseinandersetzung mit dem Phänomen der völkischen Landnahme, dessen historischen Wurzeln und aktuellen Vernetzungen bis ins bundesdeutsche Parlament hinein, sei das Buch “Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos.” von Andrea Röpke und Andreas Speit empfohlen.

[2] Zum Einstieg in das Themengebiet Völkische Siedler empfehlen wir die Broschüre “Naturliebe und Menschenhass” der Heinrich-Böll-Stiftung. Zur Frage, inwiefern die Anastasia-Bewegung zu diesen gezählt werden kann, empfehlen wir den Podcast “Völkische Siedler – rechtsextreme Netzwerke auf dem Land.” der Bundeszentrale für politische Bildung. Zum Zusammehang rechter Ideologie, Esoterik und Ökologie bietet sich die Ausgabe 189 des Magazins “der rechte Rand” an.

[3] Screenshot: Lebenslaufs der Christine Langhammer. Abrufbar unter http://www.christine-juliane.de/lebenslauf/.

[4] Facebook-Seite der Christine Juliane Langhammer.

[5] Screenshot: “Klimawandel als Lüge”. Abrufbar unter: https://www.facebook.com/christine.natural.living/posts/10158926008289254.

[6] Screenshots: “Schetinin Schule” und ISKA (Eines der Ziele ISKAs ist die Verbreitung der Schulmethode von M.P. Schetinin) Abrufbar unter: https://www.facebook.com/christine.natural.living/posts/10158936968704254, https://www.facebook.com/christine.natural.living/posts/10158935841359254 und https://www.facebook.com/christine.natural.living/posts/10158937574884254.

[7] Website des Lokals Wurzelwerk.

[8] https://gesundes-mittag.de/neues-dorf-sachsen.

[9] Siehe die Recherchen der taz und besonders von Belltower News.

[10] Ralf Otterpohls Website des Gartenrings.

[11] Mehr über den völkischen Siedler Robert Briechle und seinen Hof erfahrt ihr bei Allgäu Rechtsaußen.

[12] Otterpohl, Ralf: Mutterhof-Filmpremiere.

[13] Crowd-Funding zum Buch “Das neue Dorf: Vielfalt leben, lokal produzieren, mit Natur und Nachbarn kooperieren”.

[14] Screenshot: Facebook-Veranstaltung zum Vortragsabend von Ralf Otterpohl und Briechle.

[15] Otterpohl, Ralf: zum Anastasia-Bericht im Bayrischen Rundfunk.

[16] Ebd.

[17] Lipp, Sebastian: Rassenlehre auf dem Bauernhof. In: Störungsmelder Blog von DIE ZEIT.

[18] Duwe, Silvio und Pohl, Markus: Von wegen Meinungsfreiheit in Gefahr. In: Kontraste.

[19] Landwehr, Mira: Chemtrails bei Rapunzel.

[20] Mönig, Alina und Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus. Verbreitet ein Professor der Technischen Uni Hamburg Verschwörungsideologien? In: Belltower News.

[21] https://gartenring.org/netzwerk-gartenring/.

[22] Speit, Andreas: Eine Schule fürs Querdenken und Speit, Andreas: : Antrag zurückgezogen. In: taz.

[23] Mehr dazu auf YouTube (Minute 11:52 bis 12:57) und auf dem Blog von Mira Landwehr.

[24] Kirsch, Konstantin: Besuch bei Professor Ralf Otterpohl.

[25] Screenshot der Website Wurzelküche mit der Vision Neues Dorf.

[26] Foerderverein zur Gruendung der Mehrgenerationensiedlung e.V.: Mehr Generationen Sieldung. S. 23.

[27] Foerderverein zur Gruendung der Mehrgenerationensiedlung e.V: Multi Generational Settlement. S. 3.

[28] https://www.bunkahle.com/Anastasia/Anastasia-Reise2006.pdf.

[29] Screenshot der Website Wurzelküche mit verschiedenen Siedlungsprojekten.

[30] Yvonne Kleines Internetauftritte http://www.yvonnekleine.de/ und http://www.stadtoasedresden.de. Kleine ist neben ihrer Bewerbung um Fördergelder auch anderweitig Teil des Projektes Zukunftsstadt Dresden.

[31] Screeshot der Gartenring-Website von Ralf Otterpohl mit dem Inserat von Chrstine Langhammer und Yvonne Kleine.

[32] Die Verbindung Yvonne Kleines zu Klaus Werner Kamke und Sebastian Brandt findet sich auf Seite 69 des Projekt Katalogs der Zukunftsstadt Dresden.

[33] Weller, Andreas: Gärtnern gegen Krisen. In: Sächsische Zeitung.

[34] Zukunftsstadt Dresden Projekt “NATURGÄRTEN – Nachhaltige Wirtschaft durch lokale Produktion & Versorgung der Region mit vitalen Lebensmitteln”.

[35] Heinrich-Böll-Stiftung (2020): Naturliebe und Menschenhass. völkische Siedler*innen in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Bayern. Erfurt. S. 38. 

[36] Weller, Andreas: Gärtnern gegen Krisen. In: Sächsische Zeitung.

[37] Screenshot vom Anastasia-Lesertreffen Horka der Website des Lebensraum e.V.

[38] http://trommelgefluester-online.de/anastasia/.

[39] VICE: Ein “Reichsbürger” könnte bis zu 200.000 Euro staatliche Fördergelder erhalten.

[40] Weller, Andreas: Reichsbürger bei Stadt-Wettbewerb und Weller, Andreas: Gärtnern gegen Krisen. In: Sächsische Zeitung.

[41] https://twitter.com/sand2drn/status/1211250406661197824.

[42] Robert Köhn als Teammitglied mit Email auf Langhammer privater Website und gemeinsam mit Klemke.

[43] Screenshot: Paradiesgärten-Dossier auf Langhammers Website mit Klemke, Eisold/Köhn und Lebensraum e.V.

[44] https://gesundes-mittag.de/neues-dorf-sachsen/neues-dorf-dresden-treffen.

[45] Heinrich-Böll-Stiftung (2020): Naturliebe und Menschenhass. völkische Siedler*innen in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Bayern. Erfurt. S. 32ff. 

[46] Amadeu Anonio Stiftung (2020): Land unter? Handlungsempfehlungen zum Umgang mit völkischen Siedler*innen. Berlin. S. 16ff.

[47] Heinrich-Böll-Stiftung (2020): Naturliebe und Menschenhass. völkische Siedler*innen in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Bayern. Erfurt. S. 32ff. 

[48] Pöhlmann, Matthias: Familienlandsitze, Zedernnüsse und Verschwörungen. DIE ANASTASIA-BEWEGUNG ALS ESOTERISCHER WELTANSCHAUUNGSEXTREMISMUS. S. 3ff.

[49] https://www.verschwörungstheorien.info/enzyklopaedie/anastasia-bewegung/

[50] Fachstelle für Sektenanfragen (infoSekta) (2016): Einordnung der Anastasia-­‐Bewegung im rechtsesoterischen Spektrum. Einfluss der Bewegung auf Bildungsangebote, mögliche Folgen bezüglich Gesundheitsverhalten und Konsequenzen hinsichtlich Erziehungskonzepten. S. 2

[51] https://www.verschwörungstheorien.info/enzyklopaedie/anastasia-bewegung/.

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